Hochmodern für jeden Einsatz gerüstet
Für die Stadt Werdohl in Nordrhein-Westfalen realisierte die Bauunternehmung GÜNTHER den Neubau des Feuerwehrgerätehauses für den Löschzug Stadtmitte. Als Teil der kritischen Infrastruktur musste das Gebäude höchsten Anforderungen an Funktionalität, Technik und Sicherheit gerecht werden.
Die Lenne, der wasserreichste Nebenfluss der Ruhr, ist im Laufe der Geschichte immer wieder über ihre Ufer getreten und hat in dem 18.000-Einwohner-Ort teilweise schwere Überschwemmungen verursacht. Die Gefahr schnell steigender Wasserpegel spielte daher auch bei der Planung der neuen Feuerwache eine wichtige Rolle.
Los ging es für die Bauunternehmung GÜNTHER bereits vor dem offiziellen Spatenstich am 26. März 2025. Schon im Januar wurden Bodenanalysen erstellt und das Baugrundgutachten fortgeschrieben. Danach begannen die Bauarbeiten für das eigentliche Feuerwehrgebäude.
Das Vorhaben war von Beginn an ambitioniert: Innerhalb eines Jahres sollte ein modernes Gerätehaus mit zehn Stellplätzen für Feuerwehrfahrzeuge entstehen. Um den engen Zeitplan einhalten zu können, setzte die Stadt mit der Bauunternehmung GÜNTHER auf einen erfahrenen Generalunternehmer. In diesem Fall übernahmen wir die gesamte externe Projektsteuerung.
Das multifunktionale Gebäude sollte 52 Meter lang, 30 Meter breit und 11,50 Meter hoch sein. Doch die Aufgabe war anspruchsvoller, als es die Dimensionen des Gebäudes zunächst vermuten lassen. „In Werdohl stand uns eine besondere Herausforderung bevor“, sagt Projektleiter Tim Thun. Denn das neue Feuerwehrgebäude wurde nicht nur komplett schlüsselfertig übergeben. Die Bauunternehmung GÜNTHER war darüber hinaus für die gesamte technische Ausstattung bis hin zur Werkstatt verantwortlich – einschließlich der Notstromversorgung und der kompletten Gebäudeleittechnik.
„Wir haben mehr als 50 Nachunternehmer eingebunden und dafür gesorgt, dass alle Gewerke zuverlässig ineinandergreifen“, so Thun. Eine präzise Koordination aller Beteiligten war damit entscheidend für den reibungslosen Ablauf des Projekts.
Die Bauunternehmung GÜNTHER stattete das moderne Gerätehaus mit einer vollständigen IT-Infrastruktur sowie moderner Einsatz- und Medientechnik aus. Dazu gehören unter anderem Kommunikations- und IT-Systeme, Gebäudeleittechnik sowie KNX-Automation.
Damit nicht genug: Zum Gebäude gehören zudem eine spezielle Abwassertechnik, Schmutzwasserableitungen mit elektrischen Rückstauklappen und eine Abgasabsauganlage. Hinzu kommt eine Notstromversorgung mit großem Batteriespeicher.
„Feuerwehrtechnisch alles auf dem neuesten Stand“, sagt Tim Thun. „Denn sollte während einer Katastrophenlage nichts mehr gehen, muss hier weiterhin alles reibungslos funktionieren.“
Dafür wurde die Feuerwache obendrein „geschottet“, sodass bei einer Überschwemmung der umliegenden Gebiete kein Wasser in den Verwaltungstrakt eindringen kann. Die Fahrzeughalle ist baulich so konstruiert, dass sie auch bei Hochwasser keinen Schaden nimmt – selbst wenn das Wasser einen halben Meter hoch stehen sollte.
Am Samstag, den 25. April 2026, war es soweit: Die Feuerwehr Werdohl konnte ihre neue Feuerwache beziehen. Herzstück ist die rund 660 Quadratmeter große Fahrzeughalle mit halbautomatischer Innenbetankung und Platz für bis zu zehn Einsatzfahrzeuge.
Hinzu kommen Werkstatt- und Lagerräume sowie getrennte Bereiche für saubere und kontaminierte Einsatzkleidung. Damit entspricht die Feuerwache modernsten Anforderungen an eine zeitgemäße Feuerwehrinfrastruktur.
Sowohl die Stadt als auch die Einsatzkräfte waren hochzufrieden. Die lokale Presse schrieb: „In zeitlicher Hinsicht wie auch in seinen Dimensionen wurde das Projekt bemerkenswert geradlinig umgesetzt.“
Die neuen Räumlichkeiten bieten jedoch weit mehr als reine Einsatzlogistik. Neben Büros gibt es einen rund 120 Quadratmeter großen Schulungs- und Aufenthaltsraum mit interaktiven Displays, Whiteboards und Schreibtischen. Auch für die entsprechende Ausstattung war die Bauunternehmung GÜNTHER verantwortlich. Dazu gehören unter anderem eine umfangreiche Krisenausstattung, Wasch- und Trocknungsgeräte, Trocknungsschränke sowie eine ausreichend große Küche, um die Bevölkerung im Notfall versorgen zu können.
Der Neubau am Grasacker steht damit für eine moderne und leistungsfähige Feuerwehrinfrastruktur. Die Feuerwache dient längst nicht mehr nur als Fahrzeugdepot und Wartungsstandort, sondern als multifunktionale Basis für komplexe Einsätze, Ausbildung und die Vorsorge für Krisensituationen.
Wir von der Bauunternehmung GÜNTHER blicken mit großem Stolz auf dieses Projekt. Mit dem neuen Domizil verfügt die Feuerwehr Werdohl über eine moderne und vielseitig nutzbare Basis für ihre täglichen und besonderen Einsatzaufgaben.
Auftraggeber: Stadt Werdohl